Das Bluetentagebuch

Wie Übungen zur Herzöffnung für Anfänger meinen Alltag verändern

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Über zwanzig getrocknete Blüten liegen inzwischen zwischen den Seiten meines Moleskine-Notizbuchs. Keine einzige davon markiert eine spektakuläre Übung zur Herzöffnung. Jede einzelne markiert eher das, was direkt danach kam: ein gewöhnlicher Nachmittag im Laden, eine Kundin, ein Atemzug. Wenn mich Leserinnen fragen, wie Herzöffnung für Anfängerinnen aussieht, erkläre ich selten mit Theorie aus meiner spirituellen Ausbildung – ich zeige lieber dieses Notizbuch, weil Alltagsspiritualität für mich genau so aussieht: unspektakulär, oft übersehen, trotzdem da. Über Trauerarbeit reden die wenigsten gern in ganzen Sätzen, aber genau da hat bei mir alles angefangen.

Bevor es weitergeht, kurz das Nötigste: Ich schreibe hier aus eigener Erfahrung mit Kursen, die ich selbst gebucht habe, und einige Links in diesem Text sind Affiliate-Links – bucht jemand darüber, bekomme ich eine Provision, ohne dass sich der Preis für dich ändert. Ich bin Floristin, keine Ärztin, keine Psychotherapeutin, keine Heilpraktikerin. Nichts hier ersetzt eine fachliche Behandlung, und wenn es dir seelisch gerade schwer geht, wende dich bitte an deinen Hausarzt oder eine approbierte Psychotherapeutin. Meine vollständige Offenlegung findest du hier.

Was Herzöffnung für mich bedeutet

Seit 13 Jahren stehen meine Hände jeden Tag in Wasser und Erde, und lange dachte ich, Trauerarbeit sei für mich erledigtes Handwerk, kein Gefühl, das mich selbst noch trifft. Herzöffnung, so wie ich sie übe, hat wenig mit einem großen Gefühlsausbruch zu tun. Es ist eher eine Verschiebung: Die Aufmerksamkeit wandert vom Kopf weg, hinein in die Mitte der Brust, für ein bis zwei Atemzüge, nicht länger. Als Kriterium, ob eine solche Übung bei dir überhaupt etwas bewegt, würde ich nicht auf Tränen oder Gänsehaut achten, sondern darauf, ob sich der nächste Handgriff danach eine Spur ruhiger anfühlt als der davor.

Alles fing mit einer Fahrt nach Worpswede an, einer Empfehlung einer Stammkundin, die ich zuerst nur aus Neugier angenommen habe. Was ich dort bei einer Schamanin erlebt habe, kann ich bis heute nicht in Worten fassen. Inzwischen gehöre ich zu einem kleinen Frauenkreis dort, und zusätzlich begleitet mich das POWER OF LOVE Jahresprogramm, ein einjähriges Online-Format mit monatlicher Zahlung, die die eigene Bindung an die Sache spürbar macht, Monat für Monat.

Jede Übung, die im Programm wirklich etwas in mir bewegt, bekommt am nächsten Werktag eine Blüte aus dem Laden zwischen die Seiten meines Notizbuchs gepresst – eine Anemone für Momente, in denen etwas klarer wird. Genau diese Struktur hält mich am Power of Love Programm fest, auch wenn die monatliche Zahlung nicht nebenbei zu stemmen ist: Ich weiß jeden Monat neu, dass ich dabei bin, nicht nur, dass ich mal dabei war. Für die ganz großen, selteneren Momente hebe ich mir eine Pfingstrose auf, und im Moleskine liegen inzwischen mehr davon, als ich erwartet hätte.

Hände einer Floristin halten eine weiße Anemone – Herzöffnung-Übung als Teil ihrer spirituellen Ausbildung im Alltag

Trommelreise ist nicht Herzarbeit

Lore Ahlers, die im Frauenkreis neben mir sitzt und mich manchmal mit dem Auto mitnimmt, ist während einer Trommelreise kaum zu hören, aber hinterher lacht sie so unvermittelt, dass ich mitlachen muss, ohne den Grund zu kennen. Genau da liegt für mich der Unterschied: Eine schamanische Reise trägt dich weit weg von dir selbst, tief in ein Bild oder ein Krafttier hinein, während Herzöffnung näher dran bleibt, am eigenen Atem, mitten im Alltag zwischen zwei Kundinnen. Das eine ersetzt das andere nicht, aber beides zusammen fühlt sich vollständiger an als jedes für sich.

Wenn nichts passiert

Nicht jede Übung trifft. Nach dem Tod meiner Mutter Ingrid habe ich zuerst Bücher über Trauer gelesen, Stapel um Stapel, bis sie auf dem Nachttisch kippelten und keines davon genau das traf, was in mir leer geworden war. Herzöffnung hat diese Leere nicht gefüllt, das würde ich niemandem versprechen. Verändert hat sich eher, wie ich diese Leere seither anschaue – manche nennen das innere Leere, einen Raum, der eine Weile leer bleiben darf, statt sofort wieder zugestellt zu werden. Manchmal sitze ich einer Übung eine ganze Weile gegenüber und spüre schlicht nichts, kein Ziehen, keine Wärme, nichts, das sich nach Fortschritt anfühlt, und auch das gehört offenbar dazu.

Umgestürzte Vase mit weißen Nelken auf altem Dielenboden – wenn eine Herzöffnung-Übung im Alltag nicht wie geplant läuft

Woran du eine echte Veränderung erkennst

Ein Zeichen dafür war, dass ich neulich abends am Küchenfenster stand, wo Zwetschge wie immer auf dem Sims lag, und zum ersten Mal seit langem nicht sofort nach dem Loch in mir gesucht habe. Da war kein Loch. Da war nur sie, die Katze, atmend im Halbdunkel, und das reichte.

Solche Momente kündigen sich nicht an, ich kann sie nicht trainieren, aber ich presse sie inzwischen in mein Notizbuch – eine Form von spirituellem Tagebuchschreiben, auch wenn ich das Wort im Laden nie benutzen würde. Wahrnehmung insgesamt schärfer zu machen, was manche das Training der Hellsinne nennen, hängt für mich eng damit zusammen, auch wenn ich das an anderer Stelle ausführlicher behandelt habe. Vieles davon hat außerdem mit meiner Familie zu tun, und meine Ahnenheilung für Anfänger hat mir gezeigt, dass gerade die stillen Momente oft mehr bewegen als die lauten Übungen.

Moleskine-Tagebuch mit gepresster rosa Pfingstrose – Alltagsspiritualität und Trauerarbeit einer Floristin festgehalten

Reicht der Alltag, oder brauchst du einen Kurs?

Kleine Verschiebungen tragen erstaunlich viel, wenn du sie im Alltag festmachst, statt sie auf ein Kissen zu Hause zu beschränken. Wenn ich morgens auf dem Bremer Großmarkt in Mahndorf zwischen den Ständen stehe und ein aufgetauter Eukalyptuszweig kühl und ein bisschen klamm in meiner Handfläche liegt, reicht mir oft ein einziger bewusster Atemzug zwischen zwei Handgriffen, mehr nicht – das ist für mich schon die Übung, keine Vorstufe zu einer größeren. Diese Art von Alltagsspiritualität, die Praxis nicht vom Berufsalltag zu trennen, sondern mittenhinein zu legen, was manche Alltagsintegration nennen, trägt aus meiner Erfahrung mehr als jede zusätzliche Kursstunde.

Vorher hilft mir aber oft erst eine spirituelle Erdung, damit ich einen Boden unter den Füßen spüre, auf dem sich später überhaupt etwas öffnen darf. Wenn dieser Boden trägt, würde ich einen Kurs empfehlen, sobald der Alltag allein dich nicht mehr hält: Im Power of Love Programm gibt mir die Struktur der 13 Clanmütter genau diesen Halt, ohne dass ich mir die Übungen selbst ausdenken muss, und wer einen anderen Rahmen sucht, findet beim selben Anbieter auch A TOUCH OF ALOHA, eine Ausbildung mit hawaiianischem Bezug, die auch in die Huna-Lehre einführt, ein eigenes System, das ich hier nicht vertiefen will. Wichtiger als die Wahl des Programms ist ohnehin die Frage, wie geschützt du dich dabei fühlen musst – manche nennen das energetischen Schutz – und ob du bereit bist, auch unangenehme Anteile anzuschauen, was in Richtung Schattenarbeit geht, ohne dass ich das an dieser Stelle vertiefen kann.

Ein Rat für den Anfang

Was ich Anfängerinnen wirklich raten würde: Sucht nicht den großen Durchbruch, sondern den kleinen, wiederholbaren Moment. Ein Atemzug zwischen zwei Aufgaben reicht oft, mehr braucht es nicht, um zu merken, dass da noch ein Herz ist, das mitmacht. Inke Glandorf, eine Stammkundin, die selten viel sagt, wenn sie zu ihren Jahrestagen Nelken bei mir holt, bleibt danach oft noch einen Moment im Laden sitzen, ohne dass wir reden müssen, und genau in diesem Sitzen, glaube ich, passiert bei ihr etwas, das mit Trauerintegration zu tun hat, auch wenn sie das Wort selbst nie benutzen würde.

Herzöffnung ist für mich am Ende kein Kurs und keine einzelne Übung, sondern eine Gewohnheit, die sich in solchen stillen Minuten zeigt, egal ob im Laden, am Küchenfenster oder zwischen den Ständen auf dem Großmarkt.

Alles Liebe aus Bremen,
Helene

P.S.: Wenn dich interessiert, wie sich mein Umgang mit Kundinnen seither verändert hat, findest du mehr dazu in meinem Beitrag Power of Love Ausbildung Erfahrungen im Kundenumgang.

Mal kurz:
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