
Es ist dieser eine Moment am frühen Morgen, kurz bevor ich die Tür zu meinem kleinen Laden im Viertel aufschließe. Draußen nieselt es diesen feinen Bremer Regen, der sich wie ein Schleier auf die Kopfsteinpflaster legt. Ich stehe am Bindetisch und halte eine Ranunkel in der Hand – ihre unzähligen, zarten Schichten wirken fast wie ein Schutzpanzer um ein zerbrechliches Herz. Ich presse sie heute in mein Moleskine, genau zwischen die Notizen von letzter Nacht. Es ist seltsam: Seit ich im Februar 2026 mit diesem Online-Programm begonnen habe, fühlt sich der Schmerz um meine Mutter Ingrid nicht mehr wie ein scharfer Stein im Schuh an. Er ist weicher geworden, eher wie Erde nach einem Gewitter.
Hinweis: In diesem Text stecken Affiliate-Links. Wenn du darüber etwas buchst, bekomme ich eine Provision, aber für dich bleibt der Preis genau gleich. Ich schreibe hier nur über Dinge, die ich selbst für mich nutze und bezahle – wie eben dieses Tagebuch meiner Reise. Bevor du dich für eine lange Ausbildung wie meine entscheidest, schau dir die Bedingungen beim Anbieter genau an, denn ich bin keine Rechtsberatung. Aber wenn dich mein Weg anspricht, findest du hier die Details zum Kurs.
Das Erbe der Stille und die leere Mitte
Als Ingrid im März 2024 starb, nur 7 Wochen nach der Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs, dachte ich, ich wüsste, wie Trauer geht. Ich binde seit dreizehn Jahren Kränze, ich kenne die Rituale. Aber als die Beerdigung vorbei war, blieb eine Leere, die ich mit nichts füllen konnte. Es war nicht nur das Vermissen. Es war das Gefühl, dass da zwischen uns noch so viel Unausgesprochenes hing, das jetzt nirgendwo mehr hin konnte. Ingrids Schweigen in den letzten Wochen war schwer wie Blei. Ich dachte damals, es sei mangelnde Liebe – heute sehe ich das anders.

Ich habe lange gezögert, ob ich das Geld für das einjährige Programm POWER OF LOVE wirklich ausgeben soll. Es ist ein Betrag jeden Monat, den ich eigentlich lieber für neue Holzregale oder eine neue Markise gespart hätte. Aber seit ich dabei bin, merke ich, dass diese Struktur – die Arbeit mit den 13 Clanmüttern über 12 Monate hinweg – mir einen Halt gibt, den mir kein Trauerratgeber geben konnte. Es ist, als würde ich langsam lernen, die Wurzeln zu sortieren, die tief in meinem eigenen Boden stecken, ohne dass ich es wusste.
Manchmal, wenn ich abends in meiner Altbauwohnung sitze und Zwetschge, meine 15 Jahre alte Katze, auf dem Fensterbrett vor sich hin schnurrt, schlage ich mein Notizbuch auf. Inzwischen liegen über zwanzig getrocknete Blüten darin. Jede steht für einen Moment, in dem etwas in mir „Klick“ gemacht hat. Letzte Woche war es ein Eukalyptuszweig für eine besonders harte Lektion in Sachen Ahnenarbeit.
Wenn die Messingglocke die Stille bricht
Ich will ehrlich sein: Es läuft nicht alles nach Plan. Es gibt diese Momente, in denen ich mich frage, was ich hier eigentlich mache. An einem regnerischen Dienstag im Mai wollte ich die erste große Online-Meditation zur Ahnenheilung direkt im Laden machen, nach Feierabend. Ich dachte, die Energie der Blumen würde helfen. Aber kaum hatte ich die Augen geschlossen, ging diese verdammte Messingglocke an der Tür. Ein Kunde, der noch „schnell was für die Schwiegermutter“ brauchte. Dann ein zweiter, der nach dem Weg fragte. Beim dritten Mal riss mich das Läuten so sehr aus der Ruhe, dass ich einfach nur weinend am Bindetisch saß. Die Übung war dahin, und ich fühlte mich wie eine Versagerin.
Aber genau das ist es wohl. Heilung ist kein gerader Stiel, den man einfach in die Vase stellt. Es ist eher wie das Binden eines wilden Straußes – man muss Pausen machen, einen Schritt zurücktreten und manchmal auch einen Stiel wegwerfen, der nicht passt. In der schamanischen Arbeit nennen wir das oft Ahnenverehrung oder Ahnenheilung, aber für mich ist es eher ein vorsichtiges Umräumen in einem Zimmer, das lange verschlossen war. Innere Leere füllen nach einem Todesfall bedeutet eben auch, auszuhalten, dass manche Räume erst einmal leer bleiben.
Ahnenheilung ist kein „Händchenhalten“
Was mir niemand vorher gesagt hat: Ahnenheilung bedeutet nicht unbedingt, dass man plötzlich alles gut findet, was die Eltern getan haben. In vielen spirituellen Kreisen heißt es immer, man müsse vergeben, um frei zu sein. Aber was, wenn die Mutter eine Person war, die einen emotional ausgesaugt hat? Ingrid war keine einfache Frau. Sie war oft fordernd, ihre Bedürfnisse standen immer im Zentrum, und für meine Gefühle war wenig Platz. Manchmal fühlte sich unsere Beziehung eher wie ein Gefängnis an als wie ein Nest.

In dem Programm habe ich gelernt, dass radikale Abgrenzung manchmal der erste Schritt zur Heilung ist. Ich heile vielleicht gar nicht meine Mutter – ich heile meinen Blickwinkel auf sie. Bei einer Übung vor ein paar Wochen ging es darum, den Namen der Großmutter laut auszusprechen. Als ich den Namen meiner Oma väterlicherseits rief, spürte ich ein tiefes, vibrierendes Zittern in meinen Unterarmen. Es war fast beängstigend, aber auch befreiend. Ich begriff plötzlich, dass Ingrids Narzissmus, ihre ständige Suche nach Bestätigung, vielleicht nur ein Schutzschild war, den sie von ihrer eigenen Mutter übernommen hatte. Das entschuldigt nichts, aber es macht das Bild auf meinem Kaminsims weniger bedrohlich.
Wenn du selbst in einer Situation steckst, in der Vergebung sich wie Verrat an dir selbst anfühlt, dann such dir bitte professionelle Hilfe. Ein Kurs kann viel bewegen, aber er ersetzt keine Therapie, wenn die Wunden tief sitzen. Schau dir vielleicht auch meine Gedanken zu Vergebung lernen durch Rituale an – dort beschreibe ich, wie ich versuche, Frieden zu finden, ohne mich selbst zu verlieren.
Kaltes Wasser und warme Erkenntnisse
Es gibt diese kleinen, fast magischen Verschiebungen im Alltag. Wenn ich morgens die Vasen im Laden frisch fülle, ist das Wasser oft eiskalt an meinen Händen. Früher hat mich das genervt. Aber jetzt, wenn ich währenddessen an die Übungen vom Vorabend aus dem Kurs denke, fühlt sich dieses kalte Wasser plötzlich warm an. Nicht physisch, sondern energetisch. Es ist, als würde die Arbeit mit den Ahnen mir eine Schicht unter die Haut legen, die mich schützt.
Ich bin erst im vierten Monat meiner Ausbildung, und ich weiß, dass noch viel kommt. Aber das Programm hat mir gezeigt, dass ich nicht allein bin mit diesem Erbe. Wenn du auch das Gefühl hast, dass da noch etwas zwischen dir und deinen Vorfahren geklärt werden will, könnte das Programm eine Tür für dich sein. Meine erste schamanische Einzelsitzung war damals der Auslöser, aber die kontinuierliche Arbeit im Kurs ist das, was wirklich Wurzeln schlägt.
Heute Abend werde ich wieder in mein Moleskine schreiben. Vielleicht nur drei Sätze. Vielleicht presse ich eine Pfingstrose hinein, für die großen, schweren Momente der Erkenntnis. Ich glaube immer noch nicht, dass ich eine Heilerin bin. Aber ich glaube inzwischen, dass etwas in mir heilbar ist. Langsam. Schritt für Schritt. Genau so, wie eine Blume wächst – ohne Eile, aber mit einer unglaublichen Kraft, die aus der Dunkelheit der Erde kommt. Wenn du dich auch auf diesen Weg machen willst, schau dir das Programm von Thomas Young an, es ist eine Investition in dich selbst, die man nicht in Euro aufwiegen kann, auch wenn man die monatliche Rate spürt. Hier findest du mehr über POWER OF LOVE.
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