Das Bluetentagebuch

Power of Love Kurs Erfahrungen: Warum ich trotz Selbstzweifeln weitermache

Offenlegung: Diese Seite enthält Partnerlinks. Kaufen Sie über einen dieser Links, erhalte ich eine kleine Provision -- Ihr Preis bleibt gleich.

Es ist spät geworden heute Abend in meiner Küche im Viertel. Das blaue Licht des Laptops spiegelt sich in Zwetschges Augen – sie liegt auf dem Fensterbrett und beobachtet den Regen, der gegen die Scheibe peitscht. Ich starre auf das erste Modul von Power of Love und frage mich ernsthaft, warum eine Floristin mit Erde unter den Fingernägeln rund 3200 Dollar für ein Online-Programm ausgibt.

Bevor ich dir erzähle, was sich in den letzten Wochen in mir bewegt hat, ein kurzer Hinweis: Ich teile hier meine ganz persönlichen Erlebnisse. In diesem Text findest du Links zu den Kursen, die ich selbst besuche. Wenn du darüber etwas buchst, bekomme ich eine Provision, was mir hilft, meinen kleinen Laden und diesen Blog zu halten – für dich ändert sich am Preis natürlich nichts. Ich bin keine Heilerin oder Therapeutin, sondern teile nur meine Reise. Wenn es dir psychisch wirklich schlecht geht, such bitte einen Arzt oder eine Therapeutin auf. Hier ist meine vollständige Offenlegung.

Der Moment, in dem die Stille zu laut wurde

Seit Ingrid im März 2024 starb, war mein Blumenladen im Viertel oft nur noch ein Ort mechanischer Abläufe. Ich kannte die Rituale, ich band die Kränze, ich wusste, welche Schleifen zu welcher Trauer passen. Aber in mir drin war es still. Erst die Samstage in Worpswede im letzten Jahr haben diese Kruste ein wenig aufgebrochen. Und jetzt sitze ich hier, im zweiten Monat dieser Ausbildung, und kämpfe mit dem Widerstand.

Mitte Februar, als der Kurs startete, fühlte ich mich wie eine Hochstaplerin. Wer bin ich, dass ich mich mit der schamanischen Arbeit befasse, während ich tagsüber Pfingstrosen anschneide? Ich saß im Laden und dachte: 'Ich hätte von dem Geld ein neues Kühlaggregat für die Rosen kaufen können, stattdessen suche ich hier nach meiner Seele.' Ein rationaler Teil in mir schüttelt ständig den Kopf über die monatlichen Raten, die ich mir eigentlich kaum leisten sollte.

Wenn die Geister der Ahnen auf den Abwasch treffen

Einer der schwierigsten Aspekte für mich ist die Integration in den Alltag. Oft lese ich in spirituellen Ratgebern von zwei Stunden Meditation am Morgen. Das ist lächerlich, wenn man um sechs Uhr am Großmarkt sein muss. Mein Weg sieht eher so aus: Ich versuche, eine geführte Meditation zu machen, während Zwetschge eine Vase mit Ranunkeln vom Tresen wirft. Da stehe ich dann, wische das Blumenwasser vom Dielenboden und merke, dass Erleuchtung sich verdammt feucht anfühlt.

Trotzdem gibt es diese Augenblicke, die mich festhalten. In einer Sitzung Ende März ging es um die Archetypen der Mutter. Ich saß mit meinem Moleskine am Küchentisch, hatte mir etwas Eukalyptusöl auf die Handgelenke getupft – dieser scharfe, medizinische Duft biss sich fast mit dem Geruch des alten Papiers. Plötzlich spürte ich eine stechende Kälte in meinen Fingerspitzen, die langsam in eine tiefe, stetige Wärme überging, als wir uns mit der Energie der Mutter befassten. Es war kein spektakuläres Licht, eher so, als würde jemand eine Hand auf meine Schulter legen. Vielleicht Ingrid, vielleicht jemand, der noch länger zurückliegt.

Warum das Jahresprogramm 'Power of Love' anders ist

Ich habe mich für das POWER OF LOVE [Jahresprogramm] entschieden, weil es auf ein ganzes Jahr angelegt ist. Es basiert auf dem Zyklus der 13 Clanmütter – ein Konzept, das mir als Floristin, die in Jahreszeiten denkt, sehr entgegenkommt. Man hetzt nicht durch. Man hat Zeit, die Dinge sacken zu lassen, genau wie eine Zwiebel im Winter Zeit im dunklen Boden braucht.

Natürlich ist es eine Investition. Rund 3200 Dollar sind für mich viel Geld. Aber ich merke, dass die monatliche Bindung mich dazu zwingt, dranzubleiben, auch wenn ich abends eigentlich nur noch die Füße hochlegen will. Wer sich für die hawaiianische Richtung interessiert, für den gibt es auch A TOUCH OF ALOHA, aber für mich war der Fokus auf die Herzebene und die Ahnenarbeit in diesem Jahr wichtiger.

Kleine Zeichen zwischen den Seiten

Inzwischen liegen über zwanzig getrocknete Blüten in meinem Notizbuch. Letzte Woche, nach einer besonders intensiven Trommelreise am Sonntagabend, habe ich am nächsten Morgen eine Pfingstrose gepresst. Sie steht für die großen Momente, in denen man plötzlich versteht, dass die innere Leere nach einem Todesfall nicht gefüllt werden muss, sondern dass man lernen kann, in ihr zu wohnen.

Ich lerne gerade, meine spirituelle Entwicklung im Alltag zu integrieren, auch wenn der Laden brummt. Es ist wie beim Binden eines Straußes: Manchmal sieht es am Anfang nach Chaos aus, die Stiele sperren sich, und man weiß nicht, ob das Ergebnis gut wird. Erst wenn man einen Schritt zurücktritt, erkennt man die Form. Ich weiß immer noch nicht, was ich am Ende mit all dem anfangen werde. Ich glaube nicht, dass ich danach plötzlich als Schamanin praktiziere. Aber ich glaube inzwischen, dass etwas in mir heilbar ist, ganz langsam.

Wenn du selbst gerade an einem Punkt stehst, an dem du dich fragst, ob sich solche Ausgaben lohnen – ich kann es dir nicht pauschal beantworten. Jeder Weg ist so individuell wie eine Anemone, die sich erst bei Licht öffnet. Aber falls dich das Thema der weiblichen Urkraft ruft, schau dir das Programm von Thomas Young einfach mal in Ruhe an. Es ist kein Sprint, es ist ein tiefes Einatmen über zwölf Monate.

Jetzt muss ich aber schlafen. Morgen kommen die französischen Tulpen, und ich muss früh im Laden sein. Zwetschge ist schon auf mein Kopfkissen umgezogen – ein deutliches Zeichen, dass der Tag zu Ende ist.

Wichtig:
Diese Webseite dient ausschließlich der Information und Unterhaltung. Ich bin kein Arzt, Finanzberater oder Anwalt. Holen Sie sich professionellen Rat, bevor Sie Entscheidungen zu Gesundheit oder Finanzen treffen.

Verwandte Artikel