Über Das Blütentagebuch
Diese Woche kam am Montagmorgen ein Bund Wüstenrosen an, den ich nicht bestellt hatte. Jemand hatte die Bestellung verwechselt. Ich habe die Blumen trotzdem ins Wasser gestellt und den ganzen Vormittag beim Binden an meine Mutter gedacht.
Ich bin Helene, 41, Floristin aus dem Bremer Viertel, und seit August 2024 führe ich dieses Tagebuch.
Meine Mutter Ingrid starb im März 2024 an Bauchspeicheldrüsenkrebs, sieben Wochen nach der Diagnose. Ich dachte, ich würde mit dem Tod umgehen können. Ich arbeite jeden Tag mit Trauerfloristik, kenne das Ritual, kenne die Kränze. Aber nach der Beerdigung kam etwas anderes. Kein Trauern im gewöhnlichen Sinn. Eher das Gefühl, dass ein ganzer Raum in mir leer geworden war.
Im August 2024 bin ich auf Empfehlung einer Stammkundin zum ersten Mal zu einer Schamanin in Worpswede gefahren, für eine Einzelsitzung, zwei Stunden. Ich wusste danach nicht, was passiert war. Aber etwas hatte sich bewegt. Seit Anfang 2025 fahre ich einmal im Monat am Samstag dorthin, zu einem kleinen Frauenkreis. Acht Frauen, kein offizieller Kurs, kein Zertifikat, nur Trommeln, Reisen und Zusammensitzen.
Seit Februar 2026 bin ich zum ersten Mal in einem strukturierten einjährigen Online-Programm. Ich zahle monatlich einen Betrag, den ich mir eigentlich nicht leisten sollte. Jetzt bin ich im zweiten Monat.
Ich bin keine Heilpraktikerin, keine Energiearbeiterin, keine Coach. Nur jemand, der die ganze Woche mit den Händen in Wasser und Erde arbeitet und abends versucht zu verstehen, was mit ihr passiert.
Das hier ist mein Sonntagabend-Tagebuch. Jede Woche zwei Seiten im Moleskine, manchmal mehr, manchmal nur drei Sätze. Ich schreibe auf, was diese Woche war. Die Momente, wo eine Übung abgebrochen wurde. Die Fragen, die offen geblieben sind. Und manchmal, wenn etwas besonders getroffen hat, presse ich am nächsten Arbeitstag eine Blüte aus dem Laden zwischen die Seiten.
Keine Kaufberatungen, keine Kursvergleiche. Das ist nicht der Ort dafür. Wenn ein Kurs oder ein Programm in einen Eintrag eingeflossen ist, weil er etwas in dieser Woche ausgelöst hat, schreibe ich darüber. Nur dann.
Mehr über mich und den Weg in dieses Tagebuch findest du auf der Autorenseite.
Was du hier liest sind persönliche Sonntagabend-Notizen aus einer laufenden Reise, keine medizinische Empfehlung, keine therapeutische Anleitung. Wenn du mit schwerer Trauer, Depression oder anderen psychischen Belastungen kämpfst, geh bitte zu deinem Hausarzt oder einer approbierten Psychotherapeutin.
Einige Links auf dieser Seite sind Partnerlinks. Wenn du darüber buchst oder kaufst, erhalte ich eine Provision, für dich ändert sich am Preis nichts. Ich teile nur Kurse und Ausbildungen, die ich selbst gebucht und bezahlt habe und die in meinem Tagebuch vorkommen. Bevor du dich für eine längere Ausbildung entscheidest, lies bitte die Vertragsbedingungen beim Anbieter selbst. Vollständige Offenlegung auf der Autorenseite.