Das Bluetentagebuch

Tagebuch einer Sinnsuche: Wie die Power of Love Ausbildung mir mit 40 hilft

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Es ist spät geworden an diesem Sonntagabend im Mai. Draußen im Viertel peitscht ein warmer Regen gegen die hohen Fenster meiner Altbauwohnung, und Zwetschge, meine 15-jährige schildpattfarbene Katze, hat sich auf meinem Moleskine-Notizbuch zusammengerollt. Der Laden unten ist seit Stunden zu, aber meine Hände riechen immer noch nach dem Eukalyptus, den ich heute für die großen Gestecke geschnitten habe. Es ist ein klebriges Gefühl von Pflanzensaft an den Fingerspitzen, während ich versuche, die Tasten meines Laptops ganz sanft zu bedienen, um das nächste Modul meiner Ausbildung zu starten.

Hinweis: In diesem Text erzähle ich von meinen ganz persönlichen Erfahrungen. Ich teile hier Kurse und Wege, die ich selbst für mich entdeckt und bezahlt habe. Wenn du über die Links in diesem Artikel etwas buchst, erhalte ich eine Provision – für dich bleibt der Preis natürlich gleich. Bitte denk daran, dass ich keine Therapeutin oder Ärztin bin. Bei tiefer Trauer oder gesundheitlichen Fragen solltest du immer zuerst mit deinem Hausarzt oder einer Fachkraft sprechen, bevor du dich auf energetische Reisen begibst. Meine vollständige Offenlegung findest du im Impressum.

Zwischen Trauerkränzen und der Suche nach dem Licht

Seit 13 Jahren führe ich nun meinen kleinen Blumenladen in Bremen. Ich kenne die Zyklen der Natur, ich weiß, wann die ersten Ranunkeln kommen und wann die Pfingstrose ihren großen Auftritt hat. Aber als meine Mutter Ingrid im März 2024 starb, nur sieben Wochen nach der Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs, half mir mein ganzes Wissen über das Welken nicht mehr weiter. Ich dachte, ich wüsste, wie man Abschied nimmt – ich binde schließlich jede Woche Trauerfloristik. Aber die Leere, die danach kam, war kein schöner Kranz. Es war ein tiefes, dunkles Loch.

Ich suchte nach etwas, das über das bloße Funktionieren hinausgeht. Nach meinem ersten Besuch bei einer Schamanin in Worpswede im August 2024, der mich 120 Euro kostete und bei dem ich eigentlich nur weinte, wusste ich: Da ist noch mehr. Seit Februar 2026 bin ich nun Teil der POWER OF LOVE Ausbildung. Es ist ein einjähriges Online-Programm, das mich monatlich einen Betrag kostet, den ich eigentlich nicht so einfach übrig habe. Ich erinnere mich noch an den Moment im letzten Monat, als ich versuchte, die monatliche Rate vor mir selbst zu rechtfertigen, indem ich drei Tage lang nur die günstigeren Tulpen im Angebot verkaufte und die teuren Rosen im Kühlraum ließ.

Die 13 Clanmütter im Bremer Alltag

Das Herzstück der Ausbildung sind die 13 Clanmütter. Jede steht für einen anderen Aspekt der weiblichen Kraft. Es ist seltsam: Da sitze ich in meiner Küche, Zwetschge schnurrt, und auf dem Bildschirm lerne ich über uralte Weisheiten, während draußen die Straßenbahnlinie 4 vorbeirattert. Manchmal fühlt es sich an, als würde ich zwei Leben gleichzeitig führen. Vormittags binde ich bunte Sträuße für freudige Anlässe, und abends tauche ich tief in die Ahnenarbeit ein.

Besonders die Arbeit mit der mütterlichen Ahnenlinie hat mich diesen Mai tief getroffen. Es gab diesen einen Moment während einer geführten Trommelreise, als die Stimme im Video von der Kraft sprach, die von unseren Müttern und Großmüttern zu uns fließt. Ich spürte ein plötzliches Zittern in den Unterarmen, so wie man es hat, wenn man den ganzen Tag schwere Töpfe geschleppt hat. Genau in diesem Augenblick drückte sich Zwetschge laut schnurrend gegen mein Schienbein. Ich dachte: Ingrid würde mich für verrückt erklären, so viel Geld für eine Online-Sitzung zu zahlen, während ich eine blasse Pfingstrose in mein Moleskine presste. Aber gleichzeitig fühlte ich eine Wärme, die ich seit ihrem Tod vermisst hatte.

Oft fragen mich Kunden im Laden, wie ich das alles schaffe. Eine Stammkundin, Sarah, eine Alleinerziehende mit zwei kleinen Kindern, erzählte mir neulich, dass sie so gerne auch etwas für sich tun würde, aber die üblichen Tipps für stille Meditation bei ihr völlig scheitern. Sie hat keine Fremdbetreuung, keine ruhige Minute. Ich habe ihr von der POWER OF LOVE Ausbildung erzählt, weil man sie eben auch in kleinen Häppchen machen kann, wenn die Kinder schlafen. Aber ich war auch ehrlich zu ihr: Es braucht Disziplin, sich diesen Raum zu nehmen, wenn man eigentlich nur schlafen will. Spirituelle Entwicklung im Alltag integrieren trotz Arbeit im Blumenladen ist eine Herausforderung, aber für jemanden wie Sarah wäre es vielleicht der einzige Anker in der Brandung.

Wenn die Trommel im Wohnzimmer schweigt

Nicht alles an dieser Ausbildung ist einfach oder fühlt sich sofort nach Fortschritt an. Im April gab es einen verregneten Dienstagabend, an dem ich einfach nicht in die Übung fand. Ich sollte mich mit meinem Krafttier verbinden, aber alles, was ich sah, war die Einkaufsliste für den Großmarkt am nächsten Morgen. Ich brach die Übung ab, klappte den Laptop zu und fühlte mich wie eine Versagerin. War ich zu verkopft? Zu sehr Floristin, zu wenig Schamanin?

Ich habe gelernt, dass auch diese Momente dazugehören. Heilung ist kein gerader Weg, sie ist eher wie das Binden eines Straußes: Manchmal muss man einen Stiel wieder herausziehen, weil er das Gesamtbild stört, auch wenn er für sich allein wunderschön ist. Ich habe an jenem Abend keine Trommelreise gemacht, sondern einfach nur meine Blumenkataloge gewälzt. Manchmal ist das Akzeptieren der eigenen Grenzen der größte spirituelle Schritt. Innere Leere füllen nach einem Todesfall durch schamanische Wege und Rituale bedeutet eben auch, die Leere manchmal einfach nur auszuhalten.

Inzwischen liegen über zwanzig getrocknete Blüten in meinem Notizbuch. Jede Blume steht für einen Moment der Erkenntnis. Eine Anemone für die Klarheit, die ich nach dem zweiten Modul spürte. Ein kleiner Eukalyptuszweig für die harten Wochen im März, als die Trauer um Ingrid wieder besonders laut war. Es ist meine Art, das Unaussprechliche der Ausbildung in etwas Greifbares zu verwandeln.

Warum ich trotzdem weitermache

Ich bin jetzt im vierten Monat des Programms. Ich glaube immer noch nicht, dass ich am Ende eine Heilerin sein werde, die anderen die Hände auflegt. Das ist auch nicht mein Ziel. Aber ich merke, wie sich meine Arbeit im Laden verändert. Wenn ich heute Trauerkränze binde, tue ich das mit einem anderen Bewusstsein. Ich sehe nicht mehr nur die welkenden Blumen, sondern die Energie, die bleibt. Wenn du selbst nach einem Weg suchst, der tiefer geht als die üblichen Selbsthilfe-Bücher, kann ich dir nur raten, auf dein Herz zu hören – auch wenn der Verstand sagt, dass es zu teuer oder zu esoterisch ist.

Falls du dich eher für die hawaiianische Philosophie interessierst, gibt es auch A TOUCH OF ALOHA vom selben Anbieter, was wunderbar sein soll, wenn man eine Verbindung zur Natur und dem Geist von Aloha sucht. Für mich war jedoch die Arbeit mit den Clanmüttern genau das, was ich nach dem Verlust meiner Mutter brauchte. Es gibt mir eine Struktur, die ich in der ersten Zeit der Trauer völlig verloren hatte.

Wenn du das Gefühl hast, dass du bereit bist, dich auf diese einjährige Reise einzulassen, schau dir die POWER OF LOVE Ausbildung einmal in Ruhe an. Es ist kein Kurs, den man mal eben nebenbei macht, sondern eine Entscheidung für sich selbst. Und vielleicht sitzt du dann auch bald an einem Sonntagabend mit deiner Katze und einem Moleskine-Notizbuch da und merkst, dass der Raum in dir, der so lange leer war, langsam wieder mit Licht gefüllt wird. Ich weiß nicht, was am Ende dieses Jahres stehen wird, aber ich weiß, dass ich nicht mehr dieselbe Frau bin, die im Februar den ersten Klick gewagt hat.

Mal kurz:
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