Das Bluetentagebuch

Kommunikation mit Pflanzen: Naturwesen wahrnehmen durch Huna Prinzipien

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Eine Anemone zeigt zuerst am Stiel, ob ihr das Wasser nicht bekommt, lange bevor die Blüte selbst welk aussieht. Genau an solchen Details setzt das an, was ich inzwischen Pflanzenkommunikation nenne, auch wenn das Wort im Laden seltsam klingt, laut ausgesprochen. Es geht nicht um Sätze, sondern um das, was die Huna-Prinzipien meinen, wenn sie von einer beseelten Welt sprechen, übertragen auf Eimer, Schere und kaltes Wasser statt auf Wald und Stille. Meine spirituelle Ausbildung, in der auch Trauerarbeit ihren festen Platz hat, hat diese Frage schärfer gemacht, nicht weicher: Reagiert die Pflanze auf mich, oder reagiere nur ich auf sie?

Diese Ausbildung läuft komplett online, in einem Programm namens A Touch of Aloha, geleitet von Thomas Young, und weil ich hier darüber schreibe, bekomme ich eine Provision, wenn du dich darüber anmeldest, ohne dass es für dich teurer wird. Das gehört zur Ehrlichkeit dieses Textes genauso dazu wie die Frage, die mich inzwischen mehr beschäftigt als jede einzelne Lektion: Woran erkenne ich am Bindetisch, ob eine Wahrnehmung echt ist, und woran nicht?

Woran erkenne ich, dass eine Pflanze wirklich reagiert?

Mina, die samstags im Laden aushilft, hat mich neulich genau das gefragt: woher ich eigentlich wisse, dass es die Pflanze sei und nicht nur meine Laune. Sie stellt solche Fragen nie herablassend, eher so, wie man eine Zahl in einer Statistik hinterfragt, bevor man sie glaubt. Ihre Frage hat mich gezwungen, aufzuschreiben, was ich vorher nur gespürt habe, ohne es je in Worte zu fassen.

Drei Dinge prüfe ich seitdem, bevor ich überhaupt von einer Reaktion spreche. Erstens der Stiel: fest oder schon nachgebend, unabhängig davon, wie frisch die Blüte selbst noch wirkt. Zweitens das Wasser: steigt der Stand im Eimer sichtbar, oder bleibt er nach einer Stunde genau dort, wo er vorher war. Drittens die Haltung des Blatts, ob es sich zur Lichtquelle dreht, obwohl ich den Eimer gar nicht bewegt habe. Nur wenn mindestens eines davon sich verändert, während ich mit der Pflanze arbeite, zähle ich das als etwas, das über meine eigene Stimmung hinausgeht.

Hände einer Floristin beim Anschnitt einer blauen Anemone auf einem Holztisch, ein Moment der Pflanzenkommunikation nach Huna-Prinzipien

Der Unterschied zwischen Wahrnehmung und Projektion

Wahrnehmung und Projektion fühlen sich von innen fast identisch an, das ist das eigentliche Problem dabei. Deshalb zähle ich es nur als Wahrnehmung, wenn zwei Dinge zusammenkommen: irgendetwas an der Pflanze selbst hat sich sichtbar verändert, in einem der drei Punkte von eben, und ich kann in einem einzigen Satz sagen, was genau. Kommt nur das Gefühl, ohne dass sich am Stiel, am Blatt oder am Wasserstand etwas zeigt, nenne ich es Stimmung und nicht Kommunikation. Keine wissenschaftliche Methode, nur eine, die verhindert, dass ich mir am Ende alles einrede, was mir gerade tröstlich wäre.

Bevor ich überhaupt in diesen Prüfmodus komme, brauche ich einen Moment spirituelle Erdung, sonst überlagert die Hektik vom Tresen jedes feine Signal. Manche in der Ausbildung nennen das Training der Hellsinne, andere sprechen von energetischem Schutz, bevor man sich überhaupt öffnet - ich habe für beides keine endgültigen Worte, nur die Erfahrung, dass es ohne diesen einen Moment nicht geht.

Wenn nichts passiert: die Hortensien im Laden

Nicht jede Pflanze antwortet, das gehört genauso zur Ehrlichkeit wie die Momente, in denen etwas passiert. Bei den Hortensien, die gerade im Laden stehen, spüre ich fast nie etwas, so sehr ich mich auch bemühe, und ich habe aufgehört, das als eigenes Versagen zu werten. Manchmal ist eine Pflanze einfach eine Pflanze, und das darf sie auch bleiben, ohne dass ich ihr etwas Größeres andichte.

Herzöffnung ist ein Wort, das im Kurs oft fällt, aber am Bindetisch bedeutet es für mich meistens etwas Kleineres: kurz aufhören zu greifen und stattdessen hinzusehen. Deshalb versuche ich, die Huna Prinzipien im Alltag anzuwenden, statt sie für den Feierabend aufzuheben, auch wenn das zwischen Rechnung und Lieferschein manchmal seltsam aussieht.

Manche Momente presse ich danach als Blüte in mein Notizbuch, eine Art spirituelles Tagebuch, das nichts erklärt, sondern nur festhält. Eine Anemone für Klarheit, ein Eukalyptuszweig für die schwereren Wochen, mehr Ordnung braucht dieses Archiv nicht. Was manche Trauerintegration nennen würden, sieht bei mir meistens so aus: eine Blüte zwischen zwei Seiten, ohne dass ich genau weiß, wofür ich sie eigentlich aufhebe. Die innere Leere, die nach dem Tod meiner Mutter blieb, wird davon nicht kleiner, aber sie bekommt Gesellschaft.

Aufgeschlagenes Notizbuch mit gepressten Blumen als Teil der spirituellen Ausbildung und Trauerarbeit einer Floristin

Was die Huna-Prinzipien erklären, und was sie mir schuldig bleiben

Der Grundgedanke der Huna-Lehre, dass wirklich alles beseelt ist, trifft bei mir auf einen Beruf, in dem ich jeden Tag lebende Stiele durchschneide, und diese Spannung löst sich bei mir nicht schön auf, sie bleibt einfach bestehen. Die Trommelreisen aus dem Kurs, die manche eine schamanische Reise nennen, helfen mir dabei nicht direkt weiter, das ist eher ein anderer Teil der Ausbildung als ein Werkzeug für den Laden. Genauso wenig ersetzt Schattenarbeit, mit der ich mich an anderen Abenden beschäftige, die ganz konkrete Frage, was ich mit einer welkenden Ranunkel in der Hand tun soll.

Ein Teil davon ist für mich Ahnenheilung, wenn ich mit Blumen arbeite, die meine Mutter besonders mochte, auch ganz ohne große Worte dabei. Programme wie POWER OF LOVE, die mit dreizehn Clanmüttern als weiblichen Lehrerinnen arbeiten, sprechen genau diesen Teil an, wenn man wie ich eine wichtige weibliche Bezugsperson verloren hat, auch wenn ich selbst gerade im anderen Programm bleibe.

Eukalyptuszweig in einer Vase im Blumenladen als Symbol für Pflanzenkommunikation und Ahnenarbeit in der Trauerarbeit

Was am Ende zählt, wenn der Laden leer ist

Am Ende zählt für mich nicht das große Gespräch mit einer Pflanze, sondern die kleine Gewohnheit, vor jedem Schnitt kurz hinzusehen, bevor die Schere sich schließt. Wer mit dieser Frage anfangen will, muss nicht in den Wald fahren, ein einzelner Topf auf der Fensterbank reicht als Übungsfeld völlig aus. Falls dich der größere Rahmen dahinter interessiert, arbeite ich gerade mit der Struktur von A Touch of Aloha, aber die drei Prüfpunkte von oben funktionieren unabhängig davon, mit oder ohne Kurs. Zwetschge liegt inzwischen wieder auf dem Fensterbrett und hat, soweit ich das beurteilen kann, an keinem einzigen Punkt davon jemals gezweifelt.

Mal kurz:
Keine der Informationen auf dieser Website stellt eine medizinische, rechtliche oder finanzielle Beratung dar. Alle Inhalte basieren auf persönlicher Erfahrung. Wenden Sie sich an einen qualifizierten Fachmann für eine auf Ihre Situation zugeschnittene Beratung.

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