
Es war ein später Nachmittag in dieser Woche, draußen nieselte es diesen feinen Bremer Grauschleier gegen die Schaufensterscheibe meines Ladens im Viertel. Ich hatte meine Hände tief im eiskalten Wasser der Tulpen-Eimer – dieses kühle, ehrliche Wasser, das man nach einem langen Tag an den Stielen spürt – und plötzlich passierte es wieder. Ein heißes, fast rhythmisches Pulsieren direkt in der Herzgegend, das so gar nicht zu der Kälte an meinen Fingern passen wollte. Ich hielt inne, eine Tulpe noch halb in der Luft, und fragte mich, ob das jetzt die nächste Stufe meiner Ausbildung ist oder ob ich einfach nur zu viel Kaffee getrunken habe.
Seit ich im Februar 2026 mit dem strukturierten Online-Programm begonnen habe, lerne ich, dass mein Körper oft viel schneller antwortet als mein Kopf. Aber ich bin vorsichtig geworden. Nur weil sich etwas „energetisch“ anfühlt, muss es nicht immer Licht und Liebe sein. Manchmal ist es auch einfach ein Zeichen, dass ich mich im Nebel verliere. Übrigens, bevor ich dir mehr von meinen sonntäglichen Notizen aus dem Moleskine erzähle: In diesem Text sind Affiliate-Links enthalten. Wenn du darüber etwas kaufst, bekomme ich eine Provision, für dich bleibt der Preis gleich. Ich teile hier nur, was ich selbst für mich nutze und mit meinem eigenen Geld bezahle – wie eben diesen Kurs. Aber bitte: Ich bin Floristin, keine Ärztin. Wenn du körperliche Beschwerden hast, geh bitte zu deinem Hausarzt oder einer Therapeutin. Spirituelle Arbeit ersetzt keine medizinische Diagnose.
Wenn der Körper die Sprache der Seele spricht
In den ersten Wochen des Programms, so Ende Februar, saß ich oft abends am Küchentisch, während Zwetschge, meine 15-jährige Schildpattkatze, auf dem Fensterbrett schlief. Ich hatte dieses klebrige Gefühl von Eukalyptusharz an den Fingern, das man kaum abbekommt, während der Laptop-Bildschirm mein Gesicht blau anstrahlte und die erste der 13 Clanmütter zu uns sprach. Es war ein seltsamer Kontrast: die archaische Kraft der Ahnenarbeit auf der einen Seite, die digitale Welt auf der anderen. Damals fing es an, dass mein Nacken fest wurde, jedes Mal, wenn wir tiefer in die Übungen gingen.

Ich dachte erst, es sei die Haltung am Rechner. Aber es war mehr. Es war ein körperlicher Widerstand gegen das, was ich sah. Wenn wir uns mit der eigenen Linie beschäftigen, mit Ingrid, meiner Mutter, die im März 2024 so plötzlich ging, dann schnürt es mir manchmal heute noch die Kehle zu. Ein plötzlicher Kloß im Hals beim Anblick einer leeren Vase im Laden, der sich erst löst, wenn der Rhythmus der Trommel im Online-Kurs den Herzschlag übernimmt. Das sind Momente, in denen ich lerne, meine Hellsinne zu trainieren und auf die feinen Signale zu achten, die mein Körper sendet.
Wachstumsschmerz oder energetischer Burnout?
Hier kommt etwas, das ich erst schmerzhaft lernen musste und das man in den glänzenden Werbevideos selten hört: Nicht jedes Symptom ist ein Zeichen von spirituellem Fortschritt. Mitte Mai hatte ich eine Phase, in der mir beim Binden von Trauerkränzen ständig schwindelig wurde. Ich dachte, toll, jetzt öffnet sich mein Kronenchakra. Aber die Wahrheit war profaner und gleichzeitig tiefer: Ich war energetisch völlig ausgebrannt. Ich hatte versucht, die Trauer um meine Mutter und die intensive Arbeit im Kurs mit der harten körperlichen Arbeit im Laden zu erzwingen, ohne mich zwischendurch zu erden.
Meine These, die ich mir mühsam erarbeitet habe: Viele dieser Symptome – Hitze, Schwindel, Herzrasen – sind oft gar kein Zeichen von Wachstum, sondern Warnsignale für einen energetischen Burnout. Wenn wir uns zu sehr in die geistige Welt flüchten und vergessen, die Füße in die Erde zu stecken (oder in meinem Fall: in die Blumenerde), dann dreht das System hohl. Ich habe dann angefangen, gezielt Pausen zu machen. Wenn der Schwindel kam, habe ich keine Trommelreise gemacht, sondern die schweren Terrakotta-Töpfe im Hof umgeräumt. Das hat mich zurückgeholt. Es ist wichtig, den Umgang mit Überforderung zu lernen, bevor man sich in den Energien verliert.

Thomas Young, der dieses Programm leitet und seit über 20 Jahren Menschen auf solchen Wegen begleitet, betont oft die Herzöffnung. In seinem Jahresprogramm POWER OF LOVE geht es viel um diese Frequenz. Aber ich merke: Mein Herz braucht manchmal Pausen. Es kann nicht 24 Stunden am Tag weit offen sein, während ich Kunden im Laden bediene, die ungeduldig auf ihre Rosen warten.
Der Moment im Juli: Das Zittern und die Pfingstrose
Anfang Juli gab es eine Sitzung, die alles verändert hat. Ich war müde, der Laden lief seit 13 Jahren noch nie so fordernd wie in diesem Sommer. Während der Trommelreise fing mein ganzer Körper an zu zittern. Früher hätte ich gedacht, ich bekomme eine Panikattacke. Aber diesmal fühlte es sich anders an. Es war ein Abschütteln von alter Last. Kennst du das, wenn eine Blume ihre äußeren, welken Blätter abwirft, damit das Innere atmen kann? So war das.
Am nächsten Tag habe ich eine wunderschöne, schwere Pfingstrose aus dem Laden mit nach Hause genommen und sie zwischen die Seiten meines Moleskine gepresst. Die Pfingstrose steht für mich für diese großen, fast schon gewaltigen Momente der Heilung. Das Zittern war kein Zeichen von Krankheit, sondern die Entladung von angestauter Trauer um Ingrid, die endlich abfließen durfte. Es war ein körperlicher Prozess, den man nicht denken kann. Man muss ihn fühlen. Und man muss wissen, wann man sich Unterstützung holt. Wenn dieses Zittern nicht aufgehört hätte, wäre mein nächster Weg zum Arzt gewesen – das ist die Erdung, die ich meine.

Ich merke auch, wie sehr meine Katze Zwetschge mir hilft. Wenn ich nach einer intensiven Einheit aus dem Kurs total „durch den Wind“ bin, kommt sie an und drückt ihren Kopf gegen mein Schienbein. Diese schlichte, tierische Präsenz ist die beste Medizin gegen spirituelle Abgehobenheit. Es ist faszinierend, wie Haustiere unsere spirituelle Entwicklung begleiten und uns immer wieder daran erinnern, dass wir hier auf der Erde leben.
Fazit: Auf den eigenen Rhythmus vertrauen
Ich stehe jetzt im zweiten Monat des Programms (eigentlich bin ich schon länger dabei, wenn man die Vorbereitung zählt, aber die offizielle Struktur läuft seit Februar) und ich weiß immer noch nicht, wohin die Reise geht. Was ich aber weiß: Mein Körper ist mein wichtigstes Messinstrument. Wenn die Messingglocke an der Ladentür geht und ich merke, dass ich bei einem Kunden aggressiv reagiere, obwohl er nur eine Anemone kaufen will, dann weiß ich, dass ich energetisch wieder zu weit „draußen“ war.
Vielleicht suchst du auch nach einer Struktur, die dich hält, während du versuchst, die Puzzleteile deines Lebens nach einem Verlust wieder zusammenzusetzen. Das Programm POWER OF LOVE ist für mich so ein Anker geworden, auch wenn die monatliche Rate für eine Floristin nicht ohne ist. Es gibt mir den Raum, diese körperlichen Symptome nicht als verrückt, sondern als Teil einer langsamen Heilung zu sehen. Falls du eher eine hawaiianische Ausrichtung suchst, gibt es vom selben Anbieter auch A TOUCH OF ALOHA, was Thomas Young ebenfalls mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung führt – für mich war aber die Arbeit mit den 13 Clanmüttern im Moment stimmiger, vielleicht weil mir die weibliche Führung nach Mamas Tod so fehlte.
Am Ende ist es wie beim Binden eines großen Straußes: Man muss wissen, wann man fest zupacken muss und wann man den Stielen Raum geben muss, damit sie nicht brechen. Hör auf deinen Körper, aber bleib mit beiden Beinen auf dem Werkstattboden stehen. Das ist das Wichtigste, was ich bisher gelernt habe.
Keine der Informationen auf dieser Website stellt eine medizinische, rechtliche oder finanzielle Beratung dar. Alle Inhalte basieren auf persönlicher Erfahrung. Wenden Sie sich an einen qualifizierten Fachmann für eine auf Ihre Situation zugeschnittene Beratung.